Linkshänderberatung

Für die Händigkeitsentwicklung des Kindes sind das Kindergartenalter und die ersten Schuljahre von sehr großer Bedeutung. Hier erlebt das Kind seine Händigkeit entweder als etwas Normales, Unproblematisches oder es wird verunsichert oder sogar durch sanfte Umschulungsversuche auf die rechte Hand gestört. Die Folgeerscheinungen - zum Beispiel Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten sowie motorische Störungen - werden oft nicht als Ergebnis der Umschulung der Händigkeit erkannt.


Die Behandlungsschwerpunkte im Ergotherapiezentrum liegen bei: 

  • Überprüfung der Händigkeit Ihres Kindes
  • Beobachtung der Schreibhaltung beim Malen und Schreiben
  • Einrichten des Arbeitsplatzes und der Umgebung mit Gebrauchsgegenständen
  • Erkennen von Schwierigkeiten des umgeschulten Kindes

Im März 2007 öffnete die Linkshänder-Beratungsstelle des Ergotherapiezentrums erstmals ihre Türen und berät  seit dem Betroffene und Angehörige bei Fragen zur Händigkeitsentwicklung und Umschulung von Händigkeit, führt Händigkeitstestungen nach der Methodik Dr. Sattler durch, betreut umgeschulte Linkshänder im Prozess der Rückschulung und engagiert sich im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit für die Chancengleichheit und Aufmerksamkeit im Umgang mit Linkshändern. Des Weiteren werden Kindergruppen zur Schreibvorbereitung mit links angeboten.

Bei Anfragen zur Händigkeitstestung ist neben einem umfangreichen Anamnesegespräch eine Händigkeitsbeobachtung mit Videoanalyse unerlässlich. Innerhalb der Händigkeitsbeobachtung werden der zu beobachtenden Person verschiedene Tätigkeiten angeboten. Dabei beobachtet die nach der Methodik Dr. J. B. Sattler ausgebildete Linkshänder-Beraterin Anke Böttcher zum einen Tätigkeiten, die mit einer Hand ausgeführt werden können und von Umwelt und/oder Erziehung kaum geprägt und dadurch sehr aussagekräftig sind. Zum anderen werden Tätigkeiten beobachtet, die mit zwei Händen durchführbar sind. Hierbei wird darauf geachtet, ob Dominanz einer Hand zu beobachten ist oder ob der zu Beobachtende beide Hände gleichzeitig oder abwechselnd gebraucht. Im weiteren Verlauf werden noch die Qualitätsleistungen der Hände beim Schreiben und Zeichnen sowie die Füßigkeit und Äugigkeit beobachtet.

Nach Auswertung der Videoaufzeichnungen und des Anamnesebogens wird ein Befund erstellt und dieser in einem Auswertungs- und Beratungsgespräch dem Betroffenen oder seinen Angehörigen mitgeteilt. In diesem Gespräch können noch offene Fragen geklärt und ggf. Empfehlungen zur weiteren Verfahrensweise gegeben werden.

Auf Wunsch des behandelnden Arztes bzw. nach Absprache wird ein schriftlicher Befund erstellt.

Die Händigkeitsabklärung sowie das Auswertungs- und Beratungsgespräch erfolgt in der Regel auf ärztliche Verordnung und kann auf Grundlage eines Ergotherapierezeptes durchgeführt werden.

Genauso werden diese Leistungen aber auch auf privater Ebene angeboten. Über die anfallenden Kosten beraten wir Sie gern.

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